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MAD #152 :: Comic Radio Show :: Comics erfrischend subjektiv, seit 1992!  
20.05.2026, 15:07 Uhr
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geschrieben von StefanS am Dienstag, 11. Juni 2013 (1428 Aufrufe) druckerfreundliche Ansicht
(*)

Wer in MAD parodiert wird hat's geschafft


Mad 152Von 1952 an und bis heute gibt es das MAD-Magazin. Manches mag sich seit den Fünfziger Jahren verändert haben, mindestens zwei erfreuliche Konstanten halten sich bei diesem Satire-Magazin: immer ist ein genialer Cartoon von Don Martin dabei und im Gegensatz zu fast allen anderen Comics finden sich die Hefte nach wie vor in ganz normalen Supermärkten - kein Gang ins Internet oder in den Comic-Shop erforderlich.
Als begeisterter Zuschauer der TV-Serie The Big Bang Theory (Pro 7 zeigt derzeit Montags 21.15 - 22.15 und wochentags Wiederholungen und ab Herbst die neuen Folgen aus Staffel 6) war es mal wieder Zeit in diesen treuen Begleiter aus Teenagertagen hineinzuschauen. Dringlichste Frage: Ist MAD noch so gut wie früher?

MAD ist inzwischen vor allem sehr bunt! Zum Vergleich greife ich mal zu Heft Nr. 280, das es für 3,50 DM zu kaufen gab und in dem Madonna auf dem Cover und eine Parodie von Tim Burtons Batman im Heft ist: ganze vier Seiten in Farbe, der Rest auf einem inzwischen etwas vergilbten Papier. Nun ist das mit der Kolorierung auch kein neuer Hut, wie etwa der Blick in Heft Nummer 1 der Dino-Neuauflage von 1998 zeigt, damals für 5 DM erhältlich und mit einer gewissen Verona Feldbusch auf dem Cover und einer Parodie der TV-Parodie T.V. Kaiser, sowie einer Film-Parodie namens Rotzilla. Hier gab es immerhin noch 12 (zumindest fast) unkolorierte Seiten - Don Martin etwa bekam einen farbigen Rahmen um seine s/w-Zeichnungen. Eine weiterführende Rückschau soll hier nicht stattfinden, die gab es bereits sehr ansprechend in Alfonz 1/2013.

Mad 152

Don Martin ist die letzte verbliebene s/w-Seite im deutschen MAD. Die Paperqualität wirkt etwas verbessert, ist dem alten Standart aber noch sehr ähnlich. Zur Big Bang Theory finden sich, inklusive dem Cover, ganze sechs Beiträge im Heft: von einem Porträt von Dr. Shelodon E. Neumann bis zu einer amüsanten Doppelseite mit Leonard Hoffstetter als Darth Vader und Howard Joel Wolowitz als Schlumpf. Eine durchgängige Parodie im Stil der klassischen MAD-Film-Parodien gibt es leider nicht. Neben den Nerds aus Pasadena werden auch noch im Schnelldurchlauf andere US-Serien satirisch beleuchtet: Scrubs, How I met your mother, The Walking Dead und andere.

Weitere vertraute Elemente sind ein Cartoon von Spion & Spion, ein Wimmelbild (von einer Schul-Cafeteria), Flotte Antworten auf dumme Fragen, der großartige Sergio Aragonès und anderes. Eine große Umstellung zu den Heften von früher, mit Redakteur Herbert Feuerstein, erleben die älteren Leser hier also bei weitem nicht. Das ist einerseits erfreulich, weil etwas Gutes fortgeführt wird, aber auch etwas zu defensiv. Neue Beiträge, besonders die Cartoons von Martin Zak, tun MAD sehr gut - von neuen Beiträgen und erfrischenden Konzepten darf es gerne mehr geben!

Mad 152

Ist der Humor von MAD nur für 11- bis 15-jährige Jungs lustig? Oder sind die 11-jährigen aus den 1980er Jahren inzwischen die Redakteure des aktuellen MAD und mit ihrem Humor nicht mehr nah genug an den Teenagern von heute? Die Auflage sei jedenfalls stark gesunken, war im Interview mit Alfonz zu lesen. Klar, wer politisches Kabarett oder einen Meister des Wortes, wie Max Goldt sucht, dürfte MAD etwas kindisch und zu harmlos finden. Weggeschmissen vor Lachen habe ich mich bei der kurzweiligen, teils nostalgischen, Lektüre jedenfalls nicht, aber Spaß gemacht hat es und es ist schön zu wissen: wenn ich wieder mal spontan Lust auf MAD habe, lege ich es im Supermarkt in den Einkaufswagen. Wie in den guten alten Zeiten, als das auch mit Spider-Man und Batman ging. Erfreulich, dass MAD diese Tradition hochhält!

Wertung: 70 %


MAD #152
52 Seiten, Heft, Farbe,
Panini Comics 2013, 2,99 Euro



(c) der Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Panini-Verlag

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