Rezensionen: Vasco 22: Die Schwarze DameDie abenteuerlichen Reisen des Vasco Baglione Autor Gilles Chaillet setzt mit seiner bei Kult Editionen erscheinenden Serie "Vasco" Abschnitte der Handschrift "Erlebnisse eines Sieneser Bankgehilfen" in eine Comic-Erzählung um. Diese Handschrift von 1492 ist in etwa vergleichbar mit den Reisebeschreibungen des Marco Polo. Die abenteuerlichen Reisen führen Vasco Baglione nicht nur durch verschiedene europäische Länder wie Frankreich, Italien, Germanien und Byzanz sondern über die Seidenstraße sogar bis ins Reich der Mitte. Sehr oft wird er dabei zum Zeugen wichtiger politischer Ereignisse.
Im vorliegenden 22. Band der Serie hat Vasco Baglioni den Auftrag, einen Wechsel nach Toledo zu bringen, damit ein Söldnerheer entlohnt werden kann. Alsbald gerät der junge Sieneser in die Wirren spanischer und französischer Erbfolgekriege, während allerorten der Schwarze Tod droht. Zudem soll Vasco einem Wagen mit einer geheimnisvollen Fracht Geleitschutz geben.
Da entdeckt er, dass diese Fracht nicht aus Gold, sondern aus seiner ersten Liebe, Prinzessin Sophie aus Byzanz, besteht. Und Sophie hat die Pest...
Vasco ist eine vor allem zeichnerisch sehr ansprechende Comic-Reihe, die stilistisch stark an Arbeiten von Jacques Martin erinnert. Vasco lebt in einer Zeit, in der Menschenleben nicht viel zählen. Machthaber wechseln wie Marionetten. Intrigen allerorten. Dem Autor gelingt es sehr gut, ein Spiegelbild der geschichtlichen Wirren zu zeichnen. Auf das Ende der Geschichte müssen die Leser jedoch noch etwas warten: Fortsetzung und Schluss bringt erst der nächste Band „Der weisse Tod“. Vasco 22: Die Schwarze Dame von Gilles Chaillet Zeichnungen: Toublanc / Kolorierung: Isabelle Drouaillet HC, farbig, 48 Seiten Kult Editionen, € 12,95
© Textquellen und Abbildungen: Kult Editionen + Autor geschrieben von M.Hüster am Montag, 28. Januar 2008, 00:00 Uhr 617 Aufrufe |
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